Mai 2009

Zurück

Datum Katze /
Zweibeiner
Tagebucheintrag
18.05.2009





Oma
Heute morgen wurde ich mit Bavella in die Transportboxen gesteckt. Mit der Dosenöffnerin sind wir dann zur Tierärztin gefahren. Meine zweite Impfunghabe ich bekommen und jetzt zum Glück 1 Jahr ruhe, bis ich wieder gepiekst werden muss.

Meinen Dosenöffner ist aufgefallen, dass ich seitlich etwas Schorf habe. Also wurde dort auch noch mal nachgeschaut. Die Frau Doktor meine, dass es eine abgeheilte Pilzerkrankung sein könnte. Nichts, was mir Sorgen bereiten müsste. Die Stelle ist auch sehr klein. Meine Ohren wurden noch sauber gemacht und dann war ich fertig mit den Untersuchungen.

Als nächstes kam Bavella an die reihe. Sie hat Schorf an den Ohren und die Dosis wollten sicher gehen, dass es nichts schlimmes ist. Es könnte eine Allergie sein, meinte die Ärztin. Zum Glück hat es nichts mit Milben oder sonstwas zu tun. Bavellas Ohr wurde gesäubert und dann waren wir auch schon fertig. Eine Salbe wurde noch mitgegeben und schon ging's wieder nach Hause.

Am Nachmittag musste ich dann wieder meine kleine Tablette fressen. Ich mag das Zeug nicht. Versteht das denn keiner?

Selbst versteckt in einer Kapsel mag ich es nicht. Die Dosenöffner probieren es ja mit allen Mitteln mich dazu zu überreden diese Tablette mit dem unaussprechlichen Namen zu fressen. Leberwurst, Zuckerguss, Nutella, Leckerlis, Lachspaste. In allen möglichen Dingen verstecken sie die Tablette. Doch ich merke sofort, dass da was nicht stimmt und fresse nichts.

Der böse Zweibeiner packt mich dann immer. Er kniet auf dem Boden, klemmt mein Hinterteil zwischen seine Oberschenken, packt meine Vorderpfoten mit einer Hand und stopft mir die Tablette mit der anderen hand ins Maul. Ich wehre mich jedesmal nach Kräften und winde mich in seinem Griff. Ich Jaule und fiepe immer. Doch das interessiert ihn nicht. Der kennt kein Mitleid.

Sobald ich die Tablette geschluckt habe werde ich zwar immer gestreichelt und gekrault, was schön ist, doch verstehen die mich nicht:

Ich mag diese blöden Tabletten nicht !

13.05.2009





Bijou
Mir geht es wieder gut. Nachdem ich den Operationstag verschlafen habe, ging es am nächsten Tag wieder rund. Spielen, toben, schmusen; also das volle Programm. Die kleine Wunde stört mich überhaupt nicht dabei. Nur die grünen Ohren lassen mich wie eine Marskatze aussehen. Aber die Farbe verschwindet so langsam wieder.

Wollte mich also nur mal melden und mitteilen, dass ich die OP gut überstanden habe und ich wieder die Wohnung auf den Kopf stelle. Alles was sich irgendwie bewegen lä▀t kicke ich durch die Wohnung. Das scheint den Dosenöffner zu gefallen, denn sie sammeln alles wieder ein und legen es für ein neues Spiel wieder an Plätze, die ich erst suchen muss. Manchmal gelingt es mir die Sachen gut zu verstecken, dass die Dosis erst suchen müssen, wenn z.B. mal ein Kuli gebraucht wird.

09.05.2009





Bijou
Heute morgen wurde ich ganz überraschend in die Transportbox gesteckt und zur Tierärztin gefahren. Ich bin doch gar nicht krank?!

Als ich an Vorder- und Hinterpfoten festgehalten auf dem Rücken lag, war mir schnell klar, was passieren soll. Schnell war ich am Bauch rasiert; ein unangenehmes Geräusch und Gefühl. Alle beugten sich über mich und suchten nach einer Narbe. Aber niemand hat eine gefunden.

Schon hiess es Operation, Sterilisation. Mir war gar nicht wohl dabei den Menschen zuzuhören. Aber wehren kann ich mich ja nicht.

Irgendwann bin ich müde geworden und habe eine Weile geschlafen. Als ich wieder aufgewacht bin war auch alles schon vorbei. Am Bauch tut's ein wenig weh und die Ohren schmerzen auch etwas. Was haben die bloss mit mir gemacht?

Ich war immer noch müde und habe dann noch weiter geschlafen. Es war wohlig warm, denn eine Wärmflasche lag unter mir. Irgendwann sind dann meine beiden Dosenöffner aufgetaucht und haben mich wieder abgeholt. Ich habe dann auch endlich erfahren, dass ich Sterilisiert wurde und in meinen Ohren eine Tätowierung habe. Was das alles bedeutet weiss ich nicht so genau. Ich weiss nur, dass es mir im Moment nicht allzu gut geht. Zu Hause habe ich wieder eine Wärmflasche untergeschoben bekommen. Ich liege immer noch in der Transportbox. Ich soll noch nicht laufen.

Ich will hier raus und habe HUNGER. Seit gestern abend habe ich nichts mehr gefressen. Aber nein, erst später, ich würde mich sonst übergeben. Pffft, ich doch nicht!

Bleibt mir also nichts anderes übrig als sich meinem Schicksal zu fügen und abzuwarten wann ich endlich hier raus kann.

09.05.2009





Mitzko/Minou
Grosses Konzert. Heute morgen hat sich doch wieder eine fremde Katze in unser Revier getraut. Das geht ja nun gar nicht.Also haben Minou und ich ein gewaltiges Stimmkonzert angestimmt. Und die Fremde hat auch noch angefangen mitzujaulen. Na der haben wir aber gewaltig einen Vorgesungen. Und wir waren die besseren. DSDSK statt DSDS.

Anmerkung der Redaktion: DSDSK = Deutschland Sucht Die SuperKatze

Unsere Dosenöffner haben in der Jury gesessen und uns eindeutig zu Siegern erklärt.

08.05.209





Mitzko
Seit einiger Zeit gehe ich mit dem männlichen Dosenöffner auf Erkundungstour. Das hat der ziemlich schnell gelernt, was ich möchte.

Immer wenn ich vor der Haustür sitze kommt er und versucht mich wieder ins Haus zu lassen. Doch das möchte ich gar nicht. Statt dessen drehe ich mich demonstrativ um und zeige ihm, dass ich viel lieber spazieren gehen möchte. Schlie▀lich wächst jetzt überall Gras, das ich gerne fresse.

Es hat nicht lange gedauert, bis er endlich kapiert hat, dass ich mit ihm ums Haus herum gehen möchte und er mir die saftigen Grashalme pflücken und servieren soll.

Heute war unser Ausflug schon etwas länger und der Zweibeiner läuft auch schön "bei Fuss". Ganz schön gelehrig ist er. Zwischendurch musste ich noch eine Katze vertreiben, die in meinem Revier stromerte. Das hat auch super geklappt. Ein kurzer Sprint auf die fremde Katze zu und sie hat sofort reissaus genommen.

Nach diesem Zwischenspiel hatten wir dann genug erkundet und sind wieder ins Haus. Man soll ja die Dosenöffner nicht überfordern. Nicht dass sie noch die Lust an Spaziergängen verlieren.

Zurück